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Montag, 13. August 2007

Savannakhet

11.08.07 - 13.08.07
Auf unserem Weg nach Vietnam machten wir unseren vorerst letzten Stopp in Savannakhet, der zweit größten Stadt von Laos. Die Stadt ist direkt am Mekong gelegen und über die Friendship Bridge II mit Thailand verbunden. Auf uns wirkte Savannakhet fast wie eine thailaendische Stadt, was wohl mit der direkten Nähe zum großen Nachbarn zusammenhängt. Überall in der Stadt konnten wir noch die zum Teil zerfallenen Kolonialgebäude der Franzosen entdecken.
Den ersten Tag machten wir eine Fahrradtour. Es ging zu eine der größten Pilgerstätten von Laos, dem That Ing Hang. Da wir momentan ein gewisse Tempelsättigung haben, hat uns die Anlage nicht wirklich vom Sockel gehauen. Danach ging es dann noch durch einen Wald zu einem heiligen See. Dort machten wir eine Pause, wurden dann aber von ein paar Wasserbüffeln vertrieben.
Den letzten Tag verbrachten wir damit letzten Visa-Angeleinheient zu organisieren und waren im Internet. Am Abend verabschiedeten wir uns dann von Laos. Wir hatten hier eine sehr schöne Zeit. Der Norden hat uns beiden am besten gefallen. In dieser Region war Laos noch sehr ursprünglich relativ unverfälscht. Luang Prabang und Vientiane waren sehr durch den Tourismus geprägt und nicht ganz unser Fall. Wir spielen mit dem Gedanken zu einem späteren Zeitpunkt auf unserer Reise noch in den Süden von Laos zu reisen. Heute Abend fahren wir mit dem Nachtbus nach Hue in Vietnam. Au Revoir Laos!

Samstag, 11. August 2007

Thakkek

08.08.07 - 11.08.07
Nach den Tagen der relativen Inaktivität entschieden wir uns nach Thakkek zu fahren, um dort evtl. ein Trekking zu machen. Die 350 Kilometer südlich von Vientiane gelegene Mekongstadt zeichnet sich durch ihr schönes Umland aus und hat einen Grenzübergang nach Thailand. Überdies war Thakkek im März 1946 Schauplatz der blutigsten Schlacht Frankreichs im Kampf um die Rückeroberung von Laos.
Gegen Nachmittag erreichten wir unsere Unterkunft, die Travel Lodge auf dem Gelände einer Möbelfabrik. Aufgrund des schon seit mehreren Tag anhaltenden Regens waren wir doch etwas skeptisch ob ein Trekking wohl möglich sein würde. Am Abend sollte sich jedoch eine Möglichkeit auftun. Wir lernten ein nettes Pärchen aus Berlin kennen, welche am nächsten Tag ein 2-Tages-Trekking zu einer Höhle mit einer blauen Lagune unter nehmen wollten. Nachdem wir ins Gespräch gekommen waren, stellten wir fest das wir Vier ein gutes Trekkingteam abgeben würden. Das Glück war erneut auf unserer Seite. Trotz unseres kurzfristigen Entschlusses konnten wir noch am Abend alles mit der Tourorganisation klar machen Wir alle freuten uns auf das Jungleabenteuer.
Am nächsten Morgen waren wir alle bereit. In Trekkingmontuhr und mit leichten Gepäck. Zusammen mit unseren beiden Guides ging es dann per Songthaeo zum Startpunkt. Es regnete! Der zweite Teil der Strecke ging über ein rutschige Schlammpiste. Nach etwa 2 Stunden kamen wir in einem kleinen Dorf an, dem Startpunkt. Alle wurden mit Proviant und Zelten beladen. Im Regen marschierten wir dann Richtung Höhle. Nach nicht mal einem Kilometern kamen wir an ein unüberwindbares Hinderniss, welches das Trekking je beendete. Aufgrund des vielen Regens war der Bereich vor der Höhle überflutet und die Höhle selbst führte zu viel Wasser was eine Durchquerung zu gefährlich machte. Unsere Enttäuschung war sehr groß, zumal die Tourorganisation zugesichert hatte, das dieses Trekking auch in der Regenzeit stattfinden könnte.
Am zweiten Tag versuchten wir unser Glück mit dem Motorrad. Unsere Fahrt ging Richtung Vietnam entlang einer schönen Karstlandschaft. Es regnete! Die Fahrbahn bestand an vielen Stellen nur aus Schlamm. Das war keine Freude, es fühlte sich an als fahre man auf Schmierseife. Wir erreichten unser Ziel nicht obwohl wir verbissen durchhielten. Am Ende der Fahrt waren wir komplett mit Schlamm bespritzt und leicht frustriert.
Es war das erste mal während unserer Reise, dass es so lange am Stück regnete und uns so oft einen Strich durch unsere Pläne machte.

Mittwoch, 8. August 2007

Vientiane

04.08.07 - 08.08.07
Nachdem wir es doch sehr lang in Luang Prabang ausgehalten haben ging am Morgen des 4. nach Vientiane. Wie gönnten uns diesmal den etwas komfortableren VIP-Bus, für die 10 Stunden dauernde Fahrt. Nach der Ankunft in der Hauptstadt von Laos stellten wir gleich fest, Vientiane ist eine richtige Stadt, wie wir uns ein Stadt vorstellen. Breite Strassen, Kaufhäuser und viele Hotels konnten wir schon beim Vorbeifahren mit dem TukTuk entdecken. Die Stadt ist direkt, an dieser Stelle, sehr breiten, Mekong gelegen und vom Ufer aus konnten wir nach Thailand schauen.
Wir kamen in einem sehr schäbigem Guesthouse unter, welches wir am nächsten Tage gleich gegen ein besseres eintauschten. Am Abend tankten wir gleich mal Großstadtatmosphäre und genossen einen schönen Sonneruntergang am Mekong. Es war einiges los. Überall gab es kleine Restaurants und man konnte auf kleinen Terrassen gemütlich essen.
Am nächsten Tag standen natürlich einige Sehenswürdigkeiten auf dem Programm, darunter einige wichtige und schöne Tempel, der Präsidentenpalast (nur die Außenfassade) und ein Museum. Danach bestiegen wir noch den Patou Xai, eine Art Triumphbogen von Vientiane. Von dort hatte wir eine super Sicht über die ganz Stadt. Am Abend ging es dann lecker Indisch essen.
Am 2. Tag besuchten wir noch das Pha That Luang, das Nationalsymbol von Laos. An diesem Tag holten wir uns auch noch das Vietnam Visum in der Botschaft, gingen mal wieder zum Friseur und waren im Internet.
Den letzten Tag machte uns der anhaltende Regen einen Strich durch unsere Tagespläne. So besuchten wir den Markt und verbrachten aufgrund des Regens die meiste Zeit in Gebäuden.
Vientiane hat uns ganz gut gefallen. Die Stadt versprüht schon das Flair einer Großstadt und ist für laotische Verhältnisse zum Teil recht modern. Vientiane kann man aber auf keinen Fall mit einer Stadt wie Bangkok vergleichen. Neben der Thaimetropole wirkt die Hauptstadt wie ein recht verschlafenes Nest.

Samstag, 4. August 2007

Luang Prabang

28.07.07 - 04.08.07
Von Phonsavan ging es entlang einer faszinierenden Berglandschaft nach Luang Prabang. Die Fahrt war, lang verlief aber ohne irgendwelche Probleme. Die relaxte Stadt liegt direkt am Mekong und viele Gebäude wurden 1995 zum Weltkulturerbe erklärt.
Das erste was wir bei der Ankunft feststellten, waren die Massen an Touristen. Diesen Anblick waren wir seit Thailand nicht mehr gewohnt. Im Norden von Laos war es schon viel, wenn wir 10 Touristen am Tag zu Gesicht bekommen haben. Auch wirkte die Stadt, anders als andere laotische Städte, sehr aufgeräumt und sauber. Nach etwas rumfragen fanden wir ein Zimmer im Zentrum der Stadt.
Am nächsten Tag besichtigten wir einige Tempel, darunter war der Tempel Vat Xieng Thong, welcher zu den bedeutendsten in Laos gehört. Wir bewegten uns im Besucherstrom von Ort zu Ort. Am Nachmittag stand dann noch der Königspalast auf dem Programm. Nach der Tour waren wir etwas enttäuscht, wir hatten uns Luang Prabang etwas prunkvoller vorgestellt. Am Abend versäumten wir natürlich nicht das Finale des Asia Cups anzuschauen. Wir freuten uns zusammen mit den Laoten über de Sieg Iraks.
Die nächsten Tage erkundeten wir die Stadt und fanden einige ruhige und interessante Ecken. Nach dieser Zeit mussten wir unsere Meinung revidieren. Luang Prabang wirkte auf uns mehr wie eine mondäne europäische Kleinstadt. Wir waren erstaunt über die hohe Zahl an Boutiquen, Cafés und Galerien. Sobald man aber das Zentrum verließ befand man sich wieder in Laos.
Fester Bestandteil des Stadtbildes waren die Kinder welche versuchten allerlei billigen Schmuck an den Mann und vorallem an die Frau zu bringen. Das war oft sehr witzig und zum Teil lästig. Anne war oft ein Opfer.......
Am letztem Tag wurden wir allerdings von zwei Frauen ziemlich abgezockt. Wir waren früh aufgestanden um den morgenglichen Essensgaben der Bevölkerung an die Mönche beizuwohnen. Wir waren allerdings 15 Minuten zu spät. Da kamen zwei Frauen auf uns zu, welche behaupteten in einem Tempel würden noch Essensgaben stattfinden. Wir folgten also gutgläubig den beiden Frauen. Im Tempel bekamen wir dann Reis und kleine Kekse, welches wir den Mönchen geben sollten. Wir beide wurden dann geschickt voneinander getrennt und jeder von uns brachte seine Gaben in ein anders Gebäude. Danach forderten, zu unserem Erstaunen, jeweils von uns beiden einen recht hohen Geldbetrag. Dies alles geschah innerhalb der Tempelanlage und zum Teil vor den Mönchen. Wir waren ganz schön überrumpelt so dass wir zahlten. Danach waren wir ganz schön sauer!
Die letzten Tage in Luang Prabang verbrachten wir damit ein Museum und Tempel zu besuchen, waren ein bisschen mit dem Fahrrad unterwegs, haben in vielen bessern und schlechteren Cafés gelesen und es uns gut gehen lassen.Auch wenn wir keine große Lust auf die Busfahrt haben verlassen wir heute Luang Prabang in Richtung Vientiane.

Samstag, 28. Juli 2007

Phonsavan

24.07.07 - 28.07.07
Die Fahrt nach Phonsavan war wieder eine typisch laotische Busfahrt. Die planmäßige Fahrzeit von 8 Stunden wurde locker aufgrund von zwei Reifenpannen um 2 Stunden überzogen. Da nach der ersten Panne kein Ersatzreifen mehr vorhanden war, wurde beim zweiten Mal ordentlich improvisiert und Reifen von hinten nach vorne getauscht. Danach hatten wir kein großes Vertrauen mehr in den Bus, zumal die Strecke sehr steil und die Strasse in keinem sonderlich gutem Zustand war.
Unbeschadet erreichten wir gegen 18 Uhr Phonsavan. Die auf einem Plateau gelegen Stadt ist bekannt für die Ebene der Tonkrüge. Die Ebene der Tonkrüge wird seit den 90er Jahren durch mehrere Organisationen (MAG, UXO Laos) von nicht detonierten Sprengkörpern gesäubert. Zur Zeit bemüht sich die laotische Regierung diese Stätten zum Weltkulturerbe anerkennen zu lassen.
Am nächsten Morgen waren wir schon früh wach und freuten uns auf eigene Faust die Ebene der Tonkrüge zu erkunden. Leider währte die Freude nicht lange. Man konnte sich nur einer Tour anschließen oder ein überteuertes Motorbike mieten. Ein Fahrrad war in der ganzen Stadt auch nicht zu bekommen. Etwas frustriert wanderten wir aus der Stadt herraus. Und das hat sich gelohnt. Wir befanden uns in einer Landschaft mit sanften grünen Hügeln, nur mit ein paar Nadelbäumen bewachsen, und vereinzelten Seen. Man hörte keinerlei Stadtlärm und die Zahl der Wasserbüffel überstieg bei weitem die der Menschen. Wir fühlten uns fast in einer anderen Welt.
Am 2. Tag hatten wir mehr Glück. Wir trauten unsern Augen kaum, unweit unseres Guesthouses konnte man auf einmal Mountenbikes mieten. Da schlugen wir gleich zu. Wir besuchten zwei Stätten der Ebene der Tonkrüge. Bis heute geht man davon aus das die Steinkrüge als Begräbnisstätten genutzt wurden. Wir hatten super Fotowetter und die Krüge sahen schon beeindruckend aus. Auch die Fahrradtour hat uns richtig viel Spass gemacht.
Am letzten Tag haben wir eigentlich nichts gemacht. Wir haben uns nur neue Bücher organisiert und gelesen.

Dienstag, 24. Juli 2007

Xam Neua, Vieng Xai

19.07.07 - 24.07.07
Am frühen Morgen ging es mit dem Boot nach Nong Kiao. Dort angekommen hatten wir erst mal Schwierigkeiten einen Bus nach Xam Neua zu bekommen. Letztendlich gab es nur einen Bus in das auf der Strecke liegende Bergdorf Vieng Kham. Zusammen mit einem spanischen Pärchen ging es hoch in die Berge. Im Dorf angekommen mussten wir erfahren das der Anschlussbus erst um 24 Uhr fahren sollte. Warten war angesagt! In einem Restaurant trafen wir einen lustigen Franzosen, welcher mit dem Fahrrad unterwegs war. Gegen 18 Uhr konnten wir zu unserem Glück auf einen Bus aufspringen, welcher nach Xam Neua fuhr. Es wurde eine 12 Stunden dauernde Nachtfahrt mit lauter laotischer Musik und DVD-Entertainment. Um 3 Uhr morgens wurde der Bus durch einen Polizeiposten gestoppt und alle mussten ihre Pässe zeigen. In Xam Neua angekommen gingen wir gleich ins Bett um uns von den Strapazen zu erholen. Die ersten beiden Tage haben wir im Grunde nicht viel getan.
Am 3. Tag mieteten wir uns ein Motorbike um Nach Vieng Xai zu fahren. Insgesamt 480 Höhlen in der Karstlandschaft um die Stadt des Sieges (Vieng Xai) wurden während des 2. Indochinakrieges von der Bevölkerung und der Pathet Lao als natürliche Felsenbunker, zum Schutz vor den amerikanischen Bomben, genutzt. Unsere Fahrt, auf einem schlechten chinesischen Motorrad ging durch eine super schöne Karstlandschadt. Kurz vor dem Ziel hatten wir einen Platten. Ich musste das Motorbike bergauf und bergab in das noch 3 Km entfernte Vieng Xai schieben. Das war schweißtreibend! Nach der schnellen Reperatur suchten wir uns eine Unterkunft. Ein Guesthouse mitten auf einem Fischteich wurde unsere neue Bleibe. Am nächsten Morgen besichtigten wir mit einem Führer 5 Höhlen. Darunter die Höhlen der 3 wichtigsten Politbüromitglieder, eine Höhle für Massenversammlungen und eine Artilleriehöhle. Es war zum Teil beeindruckend und wir waren erstaunt über das komplexe Höhlensystem. Nach einer weiteren Reifenpanne erreichten wir am Nachmittag wieder Xam Neua. Morgen fahren wir nach Ponsavan.

Donnerstag, 19. Juli 2007

Muang Khua, Muang Ngoi Neua

15.07.07 - 19.07.07
Phongsali zu verlassen war nicht einfach. Der erste Anlauf scheiterte am starken Regen und wir entschieden einen Tag später zu fahren. Am nächsten Tag musste erst ein Platten am Bus repariert werden. Danach wurden ein Teil der Fahrgäste gebeten den Bus an zuschieben um ihn zu starten. Als die Startschwierigkeiten überwunden waren, fuhren wir in das im Tal gelegene Dorf Hat Sa. Dort befand sich ein Bootsanleger. Nach etwas Wartezeit ging es dann auf dem Fluss Nam Ou in Richtung Muang Khua. Es wurde fast an jedem Dorf angehalten und weitere Passagiere stiegen zu. Auch kaufte unser Bootskapitän all gefangenen Fische entlang der Strecke auf. Nach und nach war das Boot doch recht überladen und hin und wieder schwappte Wasser rein. Nach über 4 Stunden erreichten wir Muang Khua ein kleines auf einer Landzunge gelegenes Markständchen. Am Abend erkundeten wir den Ort und stießen dabei auf eine eindrucksvolle Hängebrücke. Es fehlten einige Planken. Doch die Laoten hatten kein Problem selbst mit dem Motorbike über diese Brücke zu fahren. Später mussten wir sehen wie LKW-Ladungen an Müll einfach in den Fluss gekippt wurden. Gleich daneben wurde die Wäsche gewaschen, der Reis mit dem Wasser gesäubert und viele nahmen ein Bad in Fluss.
Am nächsten Morgen sollte kein planmäßiges Boot nach Muan Ngoi Neua fahren. Wir mussten ein Boot chartern. Nach 2 Stunden Warten und zähen Verhandlungen konnten wir den Preis von 70 auf 30 Dollar drücken. Wenig später waren wir auf dem Wasser. Auf der zweiten Hälfte der Fahrt ging es entlang einer Karstlandschaft mit beeindruckenden Gebirgsformationen. In dem Fischerdorf angekommen suchten wir uns zusammen mit Maike aus Frankfurt, welche wir im Boot kennen gelernt hatten, zwei Bungalows direkt am Fluss. Das idyllisch direkt am Fluss gelegene Dorf ist umgeben von hohen bewaldeten Bergen und man hat gleich das Gefühl sich hier super entspannen zu können.
An Tag drauf gingen wir dann zusammen mit Maike zu einer Höhle. Die Höhle diente den Bewohnern des Dorfes während des 2. Indochinakriegs als Schutz vor den amerikanischen Bomben. Nur mit einer schwachen Taschenlampe bewaffnet erkundeten wir ein paar Räume der Höhle. Danach wanderten wir noch in das Bergdorf Ban Na. Der sehr rutschiege Weg ging entlang eines Flusses und durch Reisfelder. Am Abend verspeisten wir dann einen sehr leckeren 2 Kilo Fisch. Den letzten Tag in Muang Ngoi Neua verbrachten wir fast nur in der Hängematte!

Sonntag, 15. Juli 2007

Oudomxai, Phongsali

10.07.07 - 15.07.07
Servus, ein neues Lebenszeichen! Auf unserem Weg in den Norden von Laos machten wir einen eintägigen Zwischenstopp in Oudomxai. Das Stadtbild wird deutlich von der Nähe zu China geprägt. Es leben und arbeiten sehr viele Yunnanesen in der Provinzhauptstadt. Überdies erfährt Oudomxai aufgrund des florierenden Handels mit Holz, Autos und Drogen eine rasante Entwicklung. Im Prinzip ist die Stadt eine riesige Baustelle.
Wir kamen in einem recht schäbigen Hotel unter. Am Nachmittag erkundeten wir ein wenig die Stadt und bestiegen den Phou That, einen kleinen Berg im Zentrum der Stadt. Auf dem Berg befindet sich eine Stupa und ein kleines Kloster. Wir hatten das Glück ein längeres Gespräch mit zwei Novicen führen zu können. So konnten wir einen kleinen Einblick in das Leben eines Novicen gewinnen und mussten erfahren dass Jugendliche in Laos nur geringe Bildungsmöglichkeiten haben. Es wurden dann noch die E-Mail Adressen ausgetauscht. Bin gespannt ob wir den Kontakt halten können. Am Abend war die Stadt richtig dunkel, denn es gab keine Straßenbeleuchtung. Überall wurde auf kleinen Feuern gekocht. Auch mussten wir feststellen das es kein Wasser gab, also keine Dusche und Toilettenspülung. Spätestens jetzt stellten wir fest das zwischen Laos und Deutschland Welten liegen......
Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen. Uns stand eine über 10 Stunden dauernde Fahrt nach Phongsali bevor. Diese Busfahrt war ein Erlebnis. Es ging in einem Kleinbus über eine Schotterpiste hoch in die Berge. Der Bus war völlig mit Menschen und Gepäck überladen, man wusste zum Teil nicht wie man sitzen sollte. Gegen Abend kamen wir dann Phongsali an. Die Stadt liegt auf 1400 Metern Höhe. Nach dem Abendessen wurden wir von ein paar laotischen Jugendlich auf ein paar heitere Runden Reisschnaps eingeladen. Lustig!
Beim Frühstück am nächsten Morgen kamen wir mit einem Chinesen ins Gespräch. Auf seine spontane Frage hin, ob wir seine Teefabriken besichtigen möchten, konnten wir nicht Nein sagen. Wie sich herausstellte war er der größte Arbeitgeber der Stadt und der Besitzer einiger Hotels und Fabriken in Laos. Per Jeep ging es zu den Fabriken. In der eine wurde der Tee verpackt und in der anderen die frischen Teeblätter getrocknet. Auch hat der Chinese ein ganzes Dorf hinter seine Fabrik verpflanzen lassen und umliegenden Hügel in Teeplantagen umgewandelt. Eine Schule für zwei Dörfer wurde gerade gebaut. Er begründete uns sein großes Engagement in den Dörfern damit das die Stadt kein großes Interesse hat den Dörfern z.B. ein Schulbildung zu bieten oder für fliesendes Wasser zu sorgen. Kurze Zeit später musste der Chinese zum Gouverneur. Uns wurde sein Baumanager zur Seite gestellt. Ein sympathischer Vietnamese, welcher im Vietnamkrieg als Kriegsfotograf tätig war. Mit ihm besichtigten wir zwei Dörfer. In einem Dorf stehen über 400 Jahre alte Teebäume, welche zu den besten Teesorten der Welt gehören. Der Vietnamese erklärte uns alles was mit der Teefabrik zusammenhängt bis ins kleinste Detail. Gegen Abend wurden wir dann in das Hotel des Chinesen gefahren. Dort trafen wir noch seinen Sohn und den jüngsten Senator des derzeitigen Parlaments von Laos. Als wir uns verabschiedet hatten waren froh wieder für uns zu sein. Es war wirklich ein glücklicher Umstand das wir all dies sehen und vieles über Laos lernen konnten.
Die nächsten beiden Tage waren sehr verregnet und somit haben wir nicht viel getan. Wir haben nur einen kleinen Berg bestiegen, sind über den Markt geschlendert und sind ein bisschen gewandert.

Dienstag, 10. Juli 2007

Houay Xai, Luang Namtha

06.07.07 - 10.07.08
Sabai dii Laos! Nach fast 3 sehr tollen Monaten in Thailand sind wir endlich in Laos. Am Morgen des 6. Juli nahmen wir unseren Rucksack und marschierten zum Grenzposten. Nachdem die Ausreiseformalitäten erledigt waren, gingen wir unter einen hölzernen Torbogen hindurch auf dem stand: Gate To Indochina. Das war schon aufregend. Nach einer 2 Minuten dauernden Fahrt über den Mekong waren wir in Laos, in den Grenzort Houay Xai. Auf den ersten Blick schien gar nicht viel anders. Wenig später mieteten wir in einem Guesthouse ein und lernten dir ersten Worte Laotisch. Als nächstes wechselten wir unser Geld und hielten danach ein richtiges Bündel an Banknoten in unsern Händen. Am Abend unternahmen wir einen kleinen Spaziergang durch den Ort. Weiter kleine Unterschiede und Besonderheiten vielen uns nach und nach auf. So gibt es z.B. viel weniger Autos, man kann überall Baguette kaufen und die Leute leben zum Teil schon viel einfacher. Beim Abendessen testeten wir dann das Beer Lao. Soll angeblich das beste Bier in Südostasien sein. Es ist auf jeden Fall ein gutes.
Am nächsten Tag ging es dann mit dem Bus in die Stadt Luang Namtha, etwa 60Km vor der Grenze zu China. Die Fahrt dorthin ging, von ein paar sehr ärmlichen Dörfern abgesehen, durch fast unbewohntes Gebiet. Es wurden keine Kosten und Mühen gescheut um diese Strasse durch den Regenwald und die Berge zu treiben. Nicht sehr schön, aber beeindruckend.Luang Namtha ist einen Provinzhauptstadt hat aber mehr den Charakter eines Dorfes. Ein sehr neues Guesthouse mit netten Besitzern wurde unser neues Zuhause. Am Tag nach der Ankunft mieten wir uns gleich Fahrräder und erkundeten die Gegend. Luang Namtha liegt in einer fruchtbaren Ebene und so gibt es unzählige Reisfelder. Wir besuchten ein paar Dörfer, beobachtenden die Leute bei der Feldarbeit und besuchten eine Stupa mit toller Aussicht. Auf unserer Radtour konnten wir einen ersten kleinen Einblick von Land und Leute bekommen. Wir konnten feststellen das die Laoten alle sehr freundlich sind und das die ganze Familie bei der Arbeit mit anpackt. Am Abend und auch am nächsten Tag wurden wir allerdings von Akha-Frauen belagert, welche versuchten ihre selbst gemachten Bändchen, Taschen.... an uns zu verkaufen. Zwei mal kauften wir guten willens ab dem dritten Mal waren wir dann doch etwas genervt.
Am nächsten Tag ging es dann per Motorbike in die Stadt Muang Sing. Es ging 60 Km Berg auf und Berg ab über eine recht schlechte Strasse. Die Stadt war etwas unspektakulär, aber der Weg ist das Ziel. Auf dem Rückweg waren wir dann noch an einem sehr schön im Regenwald gelegenen Wasserfall.
Nach den ersten 3 Tagen können wir sagen, dass Laos doch ein ganzes Stück anders ist als Thailand. Die Bevölkerung ist viel ärmer und alles ist nicht so weit einwickelt wie In Thailand.